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emWave Pro Plus Software Tour

emWave® Pro Plus Software Tour

Die folgende Tour gibt Ihnen einen Überblick über die Funktionen der Software emWave Pro Plus. Wenn Sie ein neuer emWave-Benutzer sind, möchten Sie sich vielleicht zuerst mit den emWave Pro-Abschnitten vertraut machen.

emWave Pro Plus Funktionen

  1. 1-Minütige RSA-Messung
  2. HRV-Kennzahlen
  3. HRV-Kurzzeitmessung
  4. Hinweise zur Messung
  5. Nutzung der Software
  6. Startseite der Messungen
  7. Ablauf 1-minütige HRV mit tiefer Atmung und HRV-Beurteilung
  8. Interbeat-Intervalle (IBI) bearbeiten
  9. Ablauf der HRV-Kurzzeitmessung
  10. Fehlerbehebung / Tipps für gute Daten

Überblick

Der emWave® Pro Plus ist eine Weiterentwicklung des emWave Pro, der seit vielen Jahren von Gesundheitsexperten und HRV-Profis auf der ganzen Welt erfolgreich eingesetzt wird. Mit dem emWave® Pro Plus haben Sie jetzt die Möglichkeit, zusätzlich zur Bestimmung der Herzkohärenz, weitere Herzratenvariabilitäts(HRV)-Messungen zu machen.

Die Messungen bieten Ihnen ein breites Anwendungsspektrum:

  • Messen Sie das HRV-Niveau und damit die Selbstregulationsfähigkeit des Organismus.
  • Verfolgen Sie Veränderungen des HRV- oder Kohärenz-Niveaus nach therapeutischen Interventionen oder im Rahmen von wissenschaft- lichen Studien.
  • Dokumentieren Sie Veränderungen des physiologischen Grundzu- stands im Zeitverlauf.
  • Etc.

Folgende HRV-Messungen stehen Ihnen zur Verfügung:

  • 1-minütige Messung bei vertiefter Atmung (RSA-Messung), mit altersabhängigen Referenzwerten für jede Messung.
  • HRV-Kurzzeitmessung – ein fortschrittliches Werkzeug zur Messung der HRV, das über ein breites Anwendungsspektrum verfügt. Es bein- haltet viele der häufig verwendeten Zeit- und Frequenzparameter.

Um diese Funktionen zu nutzen, ist ein Grundwissen über Herzratenvariabilität, HRV-Kennzahlen und HRV-Analyse nötig. In der HeartMath Bibliothek (Library, Englisch) in der Software sowie in der Liste der weiterführenden Literatur (s. unten) finden Sie eine gute Einführung in die HRV-Messungen und ihre Anwendungen.

Technische Hinweise:

  • Die HRV-Messungen befinden sich in einem gesonderten Bereich der Software und werden auch in der Datenbank separiert abgespeichert.
  • Der emWave® Pro Plus USB Pulssensor hat eine Abtastrate von 370 Hz.

Sehen Sie sich die emWave Pro Plus Video-Tutorials hier online an:
https://heartcloud.com/emwaveproplus (Englisch)

1-minütige RSA-Messung

Der Klient/Patient atmet eine Minute lang regelmäßig tief ein und aus (6 Atemzüge pro Minute), während emWave® Pro Plus die HRV-Daten aufzeichnet.

WICHTIG: Der Klient/Patient soll so tief ein- und ausatmen, wie es ihm möglich ist, ohne dass es für ihn unangenehm wird.

Manche Klienten/Patienten müssen vor einer Messung vielleicht erst etwas üben. Der Atemrhythmus von 10 Sekunden (5 Sekunden einatmen,
5 Sekunden ausatmen) wird während der 1-minütigen Messung sechsmal wiederholt.

Mit diesem Provokationstest wird die Regulationsfähigkeit des Parasympathikus (über den Nervus Vagus gesteuert) bestimmt.

Um ein optimales Bild über die HRV eines Menschen zu erhalten, ist die beste Messung eine mobile 24-stündige-Aufzeichnung der HRV im „typischen“ Alltag des Klienten/Patienten. Dies ist aber leider nicht immer oder nur mit sehr viel Aufwand möglich. Am HeartMath Institut wurde jedoch festgestellt, dass das Kurzzeitprotokoll, das am besten mit der 24- Stunden-Messung korreliert, die 1-minütige RSA-Messung ist. Diese Messung hat eine hohe Übereinstimmung mit der 24-Stunden-Messung beim parasympathischen Anteil der HRV, ist am stabilsten bei wiederholten Messungen (Reliabilität) und hat eine gute Korrelation hinsichtlich der altersbedingten Abnahme der HRV.

In vielen Studien wurde klar nachgewiesen, dass die HRV mit dem Alter abnimmt. Deshalb ist bei dieser Messung die Altersangabe nötig. Im Literaturverzeichnis finden Sie dazu einen Artikel von Umetami et al. mit dem Titel „ Twenty-Four Hour Time Domain Heart Rate Variability and Heart Rate: Relations to Age and Gender over Nine Decades”. Nach Abschluss der Messung werden die Werte mit alters- und geschlechtsabhängigen Referenzwerten verglichen. Die Referenzwerte wurden mit demselben Messprotokoll anhand einer großen Anzahl gesunder Menschen ermittelt.

Allerdings gibt es auch individuelle Unterschiede im HRV-Niveau von gesunden Menschen gleichen Alters. Diese Unterschiede werden vom Geschlecht, vom allgemeinen Gesundheitszustand oder von der Fitness beeinflusst. Sie können allerdings auch genetisch bedingt sein. Deswegen liegt den Referenzwerten eine große Anzahl an Messungen zu Grunde.

Werden über einen längeren Zeitraum (Wochen, Monate) HRV-Messungen von Klienten/Patienten gesammelt, können diese u.a. auch vom Stressniveau der Klienten/Patienten beeinflusst sein, von der Schlafmenge und –qualität, ob sich die persönliche Fitness verändert hat, durch emotionale Traumen oder Verletzungen. Aber auch von einer verbesserten emotionalen Selbstregulationsfähigkeit.

Die Messungen haben eine enge Verbindung zu Übungen für die Selbstregulation und zu Herzkohärenz-Trainings, weil diese eine gute Möglichkeit sind, um das HRV-Niveau zu steigern. Dies gilt umso mehr für Klienten/

Patienten, die mit einem niedrigen HRV-Niveau beginnen. Aber auch bei regelmäßigem Selbstregulations- und Herzkohärenztraining werden sich die Messwerte mit der Zeit weiter verbessern. Auch kleine positive Veränderungen sind dabei bereits von Bedeutung.

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HRV-Kennzahlen:

Mittlere Herzfrequenz

Durchschnittliche Herzfrequenz für alle normalen Intervalle, in Herzschläge pro Minute (Beats Per Minute, BPM).

Mittlerer Abstand zwischen zwei Herzschlägen (RR)

Durchschnittlicher Abstand zweier Herzschläge (RR-Intervalle) aller normalen Abstände, in Millisekunden.

Mittlerer Herzfrequenzbereich ( Mean Heart Rate Range - MHRR)

Der Unterschied zwischen der maximalen und minimalen Herzfrequenz während jedem Atemzug wird berechnet. Das Ergebnis wird als Mittelwert dieser Herzfrequenz-Unterschiede in Herzschläge pro Minute (BPM) ausgedrückt. Dieser Parameter gibt also die durchschnittliche Bandbreite der Herzfrequenz an.

SDNN

Standardabweichung aller normalen Intervalle zwischen zwei Herzschlägen während der Aufzeichnung, in Millisekunden. Bei dieser Messung ist die Hauptquelle für Abweichungen die vagal vermittelte (parasympathische) Aktivität. Niedrige altersbereinigte Werte werden mit einem erhöhten Risiko für verschiedene Gesundheitsbeschwerden in Verbindung gebracht.

RMSSD

RMSSD zeigt die Änderung der Herzfrequenz von einem Herzschlag zum nächsten an. Berechnet wird dafür die Quadratwurzel des Mittelwertes quadrierter Differenzen benachbarter normaler Intervalle zwischen zwei Herzschlägen über den gesamten Erfassungszeitraum in Millisekunden. RMSSD ist eine Messgröße für die Aktivität des Vagus. Im Kontext dieses Messprotokolls stehen SDNN und RMSSD in großem Maße in Beziehung zueinander, was allerdings nicht der Fall ist, wenn die HRV in anderen Protokollen erfasst wird.

Normalisierte Kohärenz

Der Kohärenzwert ist eine Einheit für das Niveau der Kohärenz im Muster des Herzrhythmus. Ein kohärenter Herzrhythmus ist ein stabiler, sich regelmäßig wiederholender Rhythmus, der einer Sinuskurve bei einer bestimmten Frequenz zwischen 0,032 - 0,26 Hz (2 -15 Takte pro Minute) gleicht. Je stabiler und gleichmäßiger dieses Muster ist, desto höher ist der Kohärenzwert. Das normalisierte Kohärenzniveau wird ermittelt, indem die spektrale Leistungsdichte (PSD) um den höchsten Wert im Kohärenzbereich gemessen und durch die übrige PSD Gesamtpower geteilt wird.

Normalisierte Kohärenz reicht von 0-100.

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HRV Kurzzeitmessung

Die HRV Kurzzeitmessung berechnet die üblichsten HRV-Parameter aus zweiminütigen oder längeren Aufzeichnungen von Interbeat-Intervallen (IBI, zeitliche Abstände zwischen zwei Herzschlägen).

In Ruhe aufgezeichnete HRV ist eine verbreitete Methode zur Messung der HRV. Die am häufigsten verwendete Aufzeichnungsdauer beträgt fünf oder zehn Minuten. Jedoch kann die Messung über jegliche Zeiträume durchgeführt werden, je nach Forschungsfrage und Messprotokoll. Beachten Sie auch die Hinweise zur Messung weiter unten.

HRV-Kennzahlen
Die minimale Erfassungsdauer beträgt zwei Minuten. Die Erfassungsdauer kann durch den Anwender eingestellt und bis auf 99 Minuten verlängert werden.

Zeitanalyse (time domain)
Zeitanalytische Kennzahlen bestimmen die Höhe der zeitlichen Veränderungen der Interbeat Intervalle (IBI) unter Anwendung statistischer Verfahren. Obwohl sie am einfachsten zu berechnen sind, kann die Dynamik im Autonomen Nervensystem (ANS) damit nicht vollständig bestimmt oder die rhythmische Aktivität gemessen werden, welche von den verschiedenen physiologischen Steuerungssystemen erzeugt wird. Da sie aber immer auf die gleiche Weise berechnet werden, sind so Ergebnisse verschiedener Forscher vergleichbar, jedoch nur dann, wenn die Messungen über die exakt gleiche Zeitspanne gehen und die Daten unter gleichen Bedingungen gesammelt werden.

Dauer
Länge der Messung in Minuten.

Anzahl der RR-Intervalle
Anzahl aller gemessenen Abstände zwischen zwei Herzschlägen.

Mittlere Herzfrequenz
Der Durchschnitt aller normalen Abstände zweier Herzschläge nach der Umwandlung in Herzfrequenz (BPM). Es ist wichtig, die natürliche Beziehung zwischen Herzfrequenz (HF) und Auftreten der HRV zu beachten. Erhöht sich die HF, besteht zwischen den Herzschlägen weniger Zeit zum Auftreten von Variabilität, somit reduziert sich die HRV. Bei niedrigeren Herzfrequenzen besteht zwischen den Herzschlägen mehr Zeit, sodass sich die Variabilität erhöht. Dies nennt sich Abhängigkeit von der Taktdauer und ist auch bei gesunden älteren Menschen, sogar noch in sehr fortgeschrittenem Alter, häufig anzutreffen. Auch bei gesunden Probanden sollten die Auswirkungen der Taktdauerabhängigkeit berücksichtigt werden, wenn HRV gemessen wird. HF-Werte sollten immer berücksichtigt werden, besonders dann, wenn sie durch Faktoren wie Stress, Medikamente und physische Aktivität beeinflusst werden.

Mittlerer Abstand zwischen zwei Herzschlägen (RR)
Durchschnitt aller normalen Abstände zwischen je zwei Herzschlägen, in Millisekunden.

SDNN (standard deviation between NN intervals)
Die Standardabweichung aller normalen Intervalle zwischen zwei Herzschlägen während der Aufzeichnung, in Millisekunden. Diese Messeinheit gibt das Auf und Ab aller Faktoren wider, welche zur HRV beitragen. Bei kurzen Aufnahmen im Ruhezustand ist parasympathische Mediation die Hauptquelle für Abweichungen, besonders bei langsamen, tiefen Atembildern. Bei länger andauernden ambulanten Messungen entsprechen die SDNN-Werte jedoch stark den niederfrequenten Rhythmen (VLF).

RMSSD (Root mean square of successive difference)
RMSSD zeigt die Änderung der Herzfrequenz von einem Herzschlag zum nächsten an. Berechnet wird dafür die Quadratwurzel des Mittelwertes quadrierter Differenzen benachbarter normaler Intervalle zwischen zwei Herzschlägen über den gesamten Erfassungszeitraum, in Millisekunden.

RMSSD spiegelt die Veränderung der Herzfrequenz von Schlag zu Schlag wider und ist die wichtigste zeitanalytische Messung, mit der vagal vermittelte Veränderungen gemessen werden, die sich in der HRV zeigen. RMSSD steht in Verbindung zur HF-Power (s. unten).

Die vagal vermittelte (parasympathische) HRV ist für Experten im Bereich der mentalen Gesundheitsvorsorge von besonderer Bedeutung, weil sie eng mit der Fähigkeit zur Selbstregulation und mit kognitiven Funktionen in Verbindung steht. Manchmal wird die RMSSD auch als Einheit des „vagalen Tonus“ bezeichnet, wobei HeartMath sowie eine steigende Anzahl von Forschern der Meinung sind, dass der Begriff „vagale Aktivität“ treffender ist.

Frequenzanalyse
Analog zur Messung der Gehirnströme wird auch bei der HRV das spektralanalytische Verfahren genutzt, um die HRV in verschiedene Komponenten aufzuteilen, die innerhalb unterschiedlicher Frequenzbereiche aktiv sind. Der große Vorteil der Frequenzanalyse gegenüber zeitanalytischen Messungen liegt darin, dass sowohl Frequenz-, als auch Amplitudendaten spezifischer Rhythmen, welche im HRV-Kurvenverlauf vorhanden sind, bereitgestellt werden. Dadurch wird es möglich, verschiedene Oszillationen zu messen.

Die Werte werden als spektrale Leistungsdichte (PSD) wiedergegeben, was der Fläche unterhalb der Kurve in einer bestimmten Bandbreite des Spektrums entspricht. Die Power oder die Höhe des Spitzenwertes jeglicher gegebener Frequenz gibt die Intensität und die Stabilität des Rhythmus bei genau dieser Frequenz an. Die Frequenz stellt die Zeitspanne dar, während der ein Rhythmus ausgeführt wird. Eine Frequenz von 0,1 Hertz (Hz) hat zum Beispiel eine Zykluslänge von 10 Sekunden.

Der Task Force Report on HRV der European Society of Cardiology und der North American Society of Pacing and Electrophysiology (siehe Beitrag mit dem Namen “Heart Rate Variability: Standards of Measurement, Physiological Interpretation, and Clinical Use” im Quellenverzeichnis) haben Oszillationen des Herzrhythmus in vier grundlegende Frequenzbänder unterteilt: hochfrequente Rhythmen (HF), niederfrequente Rhythmen (LF), sehr niederfrequente Rhythmen (VLF) und ultraniederfrequente Rhythmen(ULF).

Meist wird eine HRV Analyse in fünfminütigen Segmenten durchgeführt, doch können auch andere Aufzeichnungszeiträume verwendet werden. Bei der Analyse anderer Zeiträume sollte die Dauer der Aufzeichnung angegeben werden, weil diese große Auswirkungen auf die frequenz- und zeitanalytischen Werte der HRV hat.

Die verschiedenen Rhythmen haben alle unterschiedliche physiologische Ursprünge und werden mit verschiedenen physischen und mentalen Gesundheitsproblemen sowie mit Auswirkungen von Stress in Zusammenhang gebracht.

Total Power (Gesamte Leistungsdichte, in ms 2 /Hz)
Die Summe der Leistungsdichte im Bereich 0 bis 0,4 Hertz.

Die Total Power korreliert mit SDNN, was das Auf und Ab aller Faktoren wiedergibt, die zur HRV beitragen.

Sehr niederfrequente Rhythmen, in ms 2 /Hz*
Die Summe der Leistungsdichte im Bereich 0,0033 bis 0,04 Hertz, was gleichzusetzen ist mit Rhythmen oder Modulationen, die Zeitintervalle zwischen 25 und 300 Sekunden aufweisen.

Untersuchungen lassen vermuten, dass der VLF-Rhythmus wesentlich vom Herzen erzeugt wird und dass Frequenzen dieser Oszillationen durch efferente sympathische Aktivitäten moduliert werden, hervorgerufen durch körperliche Aktivität und/oder aufreibende Emotionen. Eine normale VLF-Power deutet wahrscheinlich auf gesunde Funktionen hin, während eine Zunahme der VLF-Power in Ruhe und/oder eine Veränderung ihrer Frequenz efferente sympathische Aktivitäten widerspiegeln können, besonders bei ambulanten Messungen.

* Liegt die ausgewählte Auswertungsdauer unter fünf Minuten, wird VLF nicht dargestellt.

Niederfrequente Rhythmen, in ms 2 /Hz
Die Leistungsdichte im Bereich 0,04 bis 0,15 Hz, was gleichzusetzen ist mit Rhythmen oder Modulationen, die Zeitintervalle zwischen 7 und 25 Sekunden aufweisen.

Diese Region spiegelt hauptsächlich barorezeptorische Aktivitäten in der Ruhephase wider. Der Vagusnerv ist ein wichtiger Kanal, durch den sowohl efferente als auch afferente neurologische Signale zwischen Herz und Gehirn fließen, einschließlich Baroreflex-Signale. Die Resonanzfrequenz des kardiovaskulären Systems hat eine deutliche Ausprägung ihrer Amplitude im HRV-Leistungsspektrum um 0,1 Hz. Es konnte schon länger gezeigt werden, dass dies durch eine Verzögerung in den Rückkopplungsschleifen des Baroflex-Systems zwischen Herz und Gehirn verursacht wird. Bei Menschen und vielen anderen Säugetieren liegt die Resonanzfrequenz des Systems bei etwa 0,1 Hz, was auch für den kohärenten Zustand charakteristisch ist.

Das sympathische Nervensystem scheint nicht viel Einfluss auf Rhythmen über 0,1 Hz zu haben, während das parasympathische System Herzrhythmen bis hinunter zu 0,05 Hz (20 Sekunden Rhythmus) beeinflusst. Deshalb können vagale Aktivitäten bei langsamer Atmung leicht Oszillationen im Herzrhythmus hervorrufen, die ins LF-Band übergehen. Daher sind atmungsbezogene efferent vagal vermittelte Einflüsse im LF-Band besonders präsent, bei weniger als 8,5 Atemzügen pro Minute (etwa ein Atemzug alle 7 Sekunden) oder wenn eine Person seufzt oder tief einatmet.

Hinsichtlich ambulanter 24-Stunden HRV-Messungen wurde die These aufgestellt, dass das LF-Band sympathische Aktivität widerspiegelt. Einige Forscher haben diese Ansicht in Frage gestellt und überzeugend argumentiert, dass das LF-Band in Ruhezuständen Baroflex-Aktivitäten widerspiegelt und nicht kardiale sympathische Innervation (in dem Artikel „Heart Rate Variability: New Perspectives on Physiological Mechanisms, Assess- ment of Self-Regulatory Capacity, and Health Risk”, in den Literaturhin- weisen finden Sie weitere Informationen dazu).

In Phasen erhöhter Herzkohärenz oder -resonanz existiert typischerweise ein erhöhter Umfang an Variabilität beim Blutdruck sowie bei der Herzfrequenz. Dies wird von sensorischen Neuronen erkannt und führt zu erhöhten Impulsfrequenzen, die den vagal afferenten Informationsfluss erhöhen. Es entsteht auch ein geordneteres Muster der HRV. Die regelmäßige Durchführung von HRV-Biofeedback-Training führt zu langfristigen Verbesserungen in der Baroreflex-Verstärkung, unabhängig von kardiovaskulären und respiratorischen Auswirkungen. Dies weist auf neuronale Plastizität innerhalb des Baroflex Systems hin, höchstwahrscheinlich innerhalb des intrinsischen kardialen Nervensystems, also des sog. „Herzgehirns“.

Hochfrequente Rhythmen, in ms 2 /Hz
Die Summe der Leistungsdichte im Bereich 0,15 bis 0,4 Hz, was gleichzusetzen ist mit Rhythmen oder Modulationen, die Zeitintervalle zwischen 2,5 und 7 Sekunden aufweisen.

Diese Bandbreite spiegelt hauptsächlich parasympathische oder vagale Aktivität wider und wird häufig als respiratorische Bandbreite bezeichnet, weil sie sich auf Schwankungen der Herzfrequenz bezieht, die in Verbindung mit dem Atemrhythmus stehen. Dies ist auch als respiratorische Sinusarrhythmie bekannt. Die Mechanismen, welche die Schwankungen der Herzfrequenz mit der Atmung verbinden, sind komplex und beinhalten sowohl zentrale als auch reflektorische Wechselwirkungen. Die zeitanalytische Messung RMSSD steht in enger Verbindung zur HF-Power.

Verhältnis Niedrige Frequenz/Hohe Frequenz
Das Verhältnis der Leistungsdichten im LF-und HF-Band.

Die LF/HF-Ratio sollte mit Vorsicht interpretiert und die Mittelwerte der HF-und LF-Power sollten beachtet werden. Zum Beispiel: Eine hohe LF/HF- Ratio kann auf höhere sympathische Aktivitäten im Vergleich zur parasympathischen Aktivität hinweisen, was beobachtet werden kann, wenn Menschen eine Herausforderung annehmen, die Anstrengung sowie eine erhöhte sympathische Aktivierung erfordert, wie beispielsweise körperliche Aktivität oder Stress. Es kann jedoch auch auf eine erhöhte parasympathische Aktivität hinweisen, wie jene, die beim langsamen Atmen und während eines kohärenten Stadiums auftritt, wenn die Atemfrequenz sich verringert und ins LF-Band übergeht.

Normalisierte Kohärenz
Der Kohärenzwert ist eine Einheit für das Niveau der Kohärenz im Muster des Herzrhythmus. Ein kohärenter Herzrhythmus ist ein stabiler, sich regelmäßig wiederholender Rhythmus, der einer Sinuskurve bei einer bestimmten Frequenz zwischen 0,032 - 0,26 Hz (2 -15 Takte pro Minute) gleicht. Je stabiler und gleichmäßiger dieses Muster ist, desto höher ist der Kohärenzwert. Das normalisierte Kohärenzniveau wird ermittelt, indem die spektrale Leistungsdichte (PSD) um den höchsten Wert im Kohärenzbereich gemes- sen und durch die übrige PSD Gesamtpower geteilt wird.

Normalisierte Kohärenz reicht von 0-100.

Option für die Messdauer: Die Messdauer kann auf jede gewünschte Minutenzahl eingestellt werden.

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Hinweise zur Messung

Für den Fall, dass es aufgrund von schlechter Durchblutung, eines zu kleinen Ohrläppchens oder durch Ohrringe schwierig ist, ein gutes Pulssignal mit dem Ohrsensor zu erhalten, ist es ratsam, einen weiteren Ohrsensor sowie einen Fingersensor zur Hand zu haben.

Für HRV-Messungen in Ruhe sitzt der Klient/Patient üblicherweise auf einem bequemen Stuhl, wobei manche Protokolle vorgeben, dass sich der Klient/Patient hinlegen soll. Wenn der Klient/Patient sitzt, sollte die Rückenlehne leicht geneigt sein, aber nicht um mehr als 15 Grad, was gerade genug ist, um sich wohlzufühlen, ohne Schläfrigkeit zu provozieren.

Die Füße sollten problemlos den Boden erreichen oder auf einer Fußablage abgelegt werden. Jeder Ort, der ruhig und frei von Ablenkungen ist, kann genommen werden. Ort und Temperatur sollten angenehm sein, nicht zu warm oder zu kalt. Vermeiden Sie vollständig geschlossene, kleine und leere Räume, die bei manchen Personen ein beengendes Gefühl hervor- rufen könnten.

Eine Stunde vor der Auswertung sollte der Klient/Patient weder intensive Ausdauerübungen ausgeführt noch Kaffee, Tee oder koffeinhaltige Getränke zu sich genommen haben. Zigaretten sollten innerhalb von 30 Minuten vor der Auswertung nicht geraucht werden. Messungen sollten frühestens 11⁄2 Stunden nach einer schweren Mahlzeit durchgeführt werden. Es ist am besten, wiederholte Messungen zur gleichen Tageszeit durchzuführen, um zirkadiane Schwankungen der Herzfrequenz und HRV zu vermeiden.

Übermäßige Bewegungen können Störsignale hervorrufen, die Messungen oder zusätzliches Bearbeiten notwendig machen. Stellen Sie sicher, dass sich der Klient/Patient wohlfühlt, damit erhöhte Muskelspannung in Kopf, Genick und Schultern vermieden werden, wenn der Ohrsensor verwendet wird. Ebenso in den Armen und Händen, wenn der Fingersensor genutzt wird. Erklären Sie dem Klienten/Patienten, dass übermäßige Bewegungen zu Störsignalen führen können. Bitten Sie ihn oder sie, still zu sitzen ohne zu reden, nicht einzuschlafen, die Beine nicht zu kreuzen und keine unnötigen Bewegungen zu machen.

Klienten/Patienten sollten nichts lesen und keine intensiven geistigen Aktivitäten durchführen. Es ist wünschenswert, dass sie ihre Augen für ruhende HRV-Messungen offen halten. Berücksichtigen Sie bei der Auswertung der Messungen, dass Medikamente, besonders solche, die Funktionen des ANS beeinflussen, die HRV und damit die Messergebnisse beeinflussen können.

Literaturhinweise
Marek Malik, et al. “Heart Rate Variability: Standards of Measurement, Physiological Interpretation, and Clinical Use.”European Heart Journal 17.3 (1996): 354-381. PDF

Fred Shaffer, Rollin McCraty, and Christopher L. Zerr. "A healthy heart is not a metronome: an integrative review of the heart's anatomy and heart rate variability." Frontiers in Psychology 5 (2014). PDF

Rollin McCraty and Fred Shaffer. "Heart Rate Variability: New Perspectives on Physiological Mechanisms, Assessment of Self-Regulatory Capacity, and Health Risk." Global Advances in Health and Medicine 4.1 (2015): 46-61. PDF

Ken Umetani, et al. "Twenty-Four Hour Time Domain Heart Rate Variability and Heart Rate: Relations to Age and Gender Over Nine Decades." Journal of the American College of Cardiology 31.3 (1998): 593-601. PDF

Weitere Quellen
HeartMath health professional resources
HeartMath Institute Research Library

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Nutzung der Software

Einen neuen Nutzer für einen Klienten/Patienten anlegen

Klicken Sie dazu auf den Menü “Benutzer” und dann auf “Neu...”.

emWave Pro Plus Software Tour - Abbildung 1

Beim Anlegen eines neuen Nutzers erhalten Sie die Möglichkeit, ein neues HeartCloud-Profil anzulegen. Zum Überspringen wählen Sie “Nein, jetzt nicht.“ für die HeartCloud-Option und klicken Sie den “OK”-Button.

Diese Option kann dauerhaft abgestellt werden: Gehen Sie dazu auf “Bearbeiten”, dann auf “Einstellungen” und klicken Sie auf “Erweitert”. Entfernen Sie anschließend den Haken bei “Neue Benutzer immer zur Verwendung von HeartCloud auffordern”.

Geben Sie den Vornamen und den Nachnamen oder eine persönliche Kennung oder PIN, das Geburtsdatum und das Geschlecht ein. Klicken Sie dann auf “Konto erstellen”.

emWave Pro Plus Software Tour - Abbildung 2

Wurde der Nutzer bereits früher angelegt, wählen Sie diesen über das Menü in der Liste der Nutzer aus. Gehen Sie dazu auf “Benutzer”, dann auf “Auswählen” und wählen Sie den gewünschten Namen.

emWave Pro Plus Software Tour - Abbildung 3

emWave Pro Plus Software Tour - Abbildung 4

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Startseite der Messungen

Klicken Sie bei den Hauptauswahl-Symbolen in der Mitte der Symbolleiste auf das Klinische Beurteilung-Symbol auf der rechten Seite.

emWave Pro Plus Software Tour - Abbildung 5

Wird für einen Nutzer zum ersten Mal eine Messung durchgeführt, öffnet sich ein Pop-up-Fenster, um die Benutzerinformationen zu prüfen. Falls notwendig, können Sie jetzt Änderungen vornehmen.

emWave Pro Plus Software Tour - Abbildung 6

Die Anzeigemaske für die Messungen zeigt zwei Messprotokolle:

„1-minütige HRV mit tiefer Atmung und HRV-Beurteilung“ und „HRV-Beurteilung“ (HRV-Kurzzeitmessung). Klicken Sie auf „Select“, um die Messung auszuwählen, die Sie durchführen möchten.

emWave Pro Plus Software Tour - Abbildung 7

Die Anzeigemaske zeigt jetzt alle Messungen, die in der Vergangenheit für den ausgewählten Nutzer bereits durchgeführt wurden. Klicken Sie auf eine der Zeilen mit Sitzungsdatum und -uhrzeit, um eine zuvor aufgezeichnete Messung zu prüfen, zu bearbeiten, zu löschen, zu speichern oder im PDF-Format zu öffnen. Das violette Liniendiagramm bei den 1-minütigen Messungen zeigt die MHRR-Werte zuvor aufgezeichneter HRV-Messungen.

emWave Pro Plus Software Tour - Abbildung 8

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Ablauf 1-minütige HRV mit tiefer Atmung und HRV-Beurteilung

Befestigen Sie den Ohrsensor am Ohrläppchen des Klienten/Patienten und die Zugentlastungsklemme an der Kleidung (z.B. am Kragen). Sollte das Ohrläppchen zu klein sein oder zu viel Schmuck aufweisen, verwenden Sie den Fingersensor. Weiter unten finden Sie weitere Informationen zur Fehlerbehebung bei Sensoren.

Anweisungen an den Klienten/Patienten: Sitzen Sie aufrecht und bequem. Atmen Sie für die nächsten 60 Sekunden möglichst tief ein und aus, um eine höchstmögliche Atemkapazität zu erreichen. Sie sollten sich dabei aber nicht übermäßig anstrengen. Folgen Sie dabei dem Atemtaktgeber auf der Anzeige: Atmen Sie für fünf Sekunden ein und für fünf Sekunden aus.

Beim erstmaligen Anwenden kann es sinnvoll sein, mit einem Probedurchlauf zu beginnen, da es etwas dauern kann, bis man sich an einen langsameren und tieferen Atemrhythmus gewöhnt.

Beginnen Sie die Sitzung, indem Sie unten in der Mitte auf „Start“ drücken. Die Sitzung endet nach einer Minute automatisch.

emWave Pro Plus Software Tour - Abbildung 9

Das Programm beginnt mit einer Kalibrierung. Nach der Kalibrierung wird der Atemtaktgeber angezeigt. Wenn diese Phase beendet ist, wird der Taktgeber zurückgesetzt. Jetzt beginnt die eigentliche Messung. Beobachten Sie das Atemmuster des Klienten/Patienten, um sicherzugehen, dass er oder sie tief atmet.

Prüfen Sie die Anzeige der Pulswelle. Diese sollte ähnlich aussehen wie in der Darstellung unten. Es können erhebliche Abweichungen in Form und Ausschlag der Pulswelle auftreten.

emWave Pro Plus Software Tour - Abbildung 10

Nach der Kalibrierung wird der Nutzer aufgefordert, seine Atmung mit Hilfe eines Diagramms, welches einen steigenden und fallenden Ball zeigt, zu regulieren. Der HRV-Kurvenverlauf wird ebenfalls angezeigt.

emWave Pro Plus Software Tour - Abbildung 11

Ist die Sitzung abgeschlossen, schauen Sie in die obere rechte Ecke der Anzeige und prüfen Sie, ob eine Datenqualitätswarnung vorliegt („Pulsmessung unzureichend“). Die Warnung kann auftreten, wenn der Klient während des Tests keine sechs Atemzüge durchgeführt hat. Ist dies der Fall, prüfen Sie die Befestigung des Sensors und führen Sie die Auswertung nochmals durch. Schauen Sie sich den Abschnitt „Fehlerbehebung“ an, um mehr darüber zu erfahren, wie Sie gute Daten erhalten.

emWave Pro Plus Software Tour - Abbildung 12

Klicken Sie auf „Bericht“, um den Sitzungsbericht anzusehen, oder auf „Bearbeiten“, um die Sitzungsdaten zu bearbeiten.

emWave Pro Plus Software Tour - Abbildung 13

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Interbeat-Intervalle (IBI) bearbeiten

Ist die Messung abgeschlossen, haben Sie die Möglichkeit, die aufgezeichneten Daten zu bearbeiten. Klicken Sie dazu auf “Bearbeiten”. Rot umkreiste X weisen auf ungültige Datenpunkte hin, die automatisch identifiziert und vom Programm eliminiert wurden. Wenn es aus Ihrer Sicht andere ungültige Datenpunkte gibt, klicken Sie auf diese, um sie zu entfernen. Alle entfernten Datenpunkte bleiben in der Bearbeitungsanzeige der Sitzung sichtbar. Klicken Sie auf “Speichern“, wenn die Bearbeitung abgeschlossen ist. Klicken Sie auf “Abbrechen“, falls keine Bearbeitung notwendig ist.

emWave Pro Plus Software Tour - Abbildung 14

Entfernte Datenpunkte können wieder hinzugefügt werden, indem Sie in der Bearbeitungsanzeige der Sitzung darauf klicken.

emWave Pro Plus Software Tour - Abbildung 15

Gibt es eine erhebliche Anzahl ungültiger Datenpunkte, sollte die Messung wiederholt werden. Im Abschnitt „Fehlerbehebung“ finden Sie Ursachen für ungültige Datenpunkte und wie Sie diese vermeiden können.

Sie können die Bearbeitung abbrechen, ohne Änderungen zu speichern, indem Sie während der Bearbeitung auf „Abbrechen“ klicken.

emWave Pro Plus Software Tour - Abbildung 16

Klicken Sie dann auf „Verwerfen“ im Pop-up Fenster.

Klicken Sie auf “Bericht”, um sich den Bericht anzusehen. Der Bericht kann per Klick auf “Als PDF speichern” auch als PDF-Datei gespeichert werden.

emWave Pro Plus Software Tour - Abbildung 17

Klicken Sie die Schaltfläche „Schließen“ um die Anzeige des Berichts zu beenden.

Durch klicken auf “Fertig” kehren Sie zurück zum Auswahlmenü für die Messungen.

emWave Pro Plus Software Tour - Abbildung 18

Ist Ihre Arbeit mit dem Klienten/Patienten beendet, wählen Sie „Fertig“ in der Liste der Nutzer. Das Programm wechselt dann zum Bereich HRV- Sitzung.

emWave Pro Plus Software Tour - Abbildung 19

emWave Pro Plus Software Tour - Abbildung 20


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Ablauf der HRV-Kurzzeitmessung

Klicken Sie bei „HRV-Beurteilung“ unten auf „Auswählen“.

emWave Pro Plus Software Tour - Abbildung 21

Stellen Sie die gewünschte Messdauer von 2 bis 99 Minuten ein. Liegt die ausgewählte Dauer unter fünf Minuten, wird die VLF-Frequenzbereichsmessung nicht dargestellt. Möchten Sie zum Vergleich mit früheren Auswertungen Folgemessungen durchführen, sollten diese dieselbe Länge haben.

emWave Pro Plus Software Tour - Abbildung 22

Klicken Sie auf „Start“, um mit der Messung zu beginnen. Die Sitzung wird nach der voreingestellten Zeit automatisch beendet.

Der weiß-blaue Kreis zeigt die verbleibende Zeit für die Messung an.

emWave Pro Plus Software Tour - Abbildung 23

Das HRV-Muster wird auf dem Bildschirm angezeigt. Prüfen Sie die Anzeige der Pulswelle, um sicherzugehen, dass Sie eine gute Datenqualität haben.

emWave Pro Plus Software Tour - Abbildung 24

Klicken Sie auf „Report“, sobald die Sitzung endet, um den Sitzungsbericht anzusehen, oder auf „Edit“, um die Sitzungsdaten zu bearbeiten.

emWave Pro Plus Software Tour - Abbildung 25


Interbeat-Intervalle (IBI) bearbeiten
Ist die Messung abgeschlossen, haben Sie die Möglichkeit, die aufgezeichneten Daten zu bearbeiten. Klicken Sie dazu auf “Bearbeiten”. Rot umkreiste X weisen auf ungültige Datenpunkte hin, die automatisch identifiziert und vom Programm eliminiert wurden. Wenn es aus Ihrer Sicht andere ungültige Datenpunkte gibt, klicken Sie auf diese, um sie zu entfernen. Alle entfernten Datenpunkte bleiben in der Bearbeitungsanzeige der Sitzung sichtbar. Klicken Sie auf “Speichern“, wenn die Bearbeitung abgeschlossen ist. Klicken Sie auf „Abbrechen“, wenn keine Bearbeitung nötig ist.

emWave Pro Plus Software Tour - Abbildung 26

Entfernte Datenpunkte können wieder hinzugefügt werden, indem Sie in der Bearbeitungsanzeige der Sitzung darauf klicken.

Gibt es eine erhebliche Anzahl ungültiger Datenpunkte, sollte die Messung wiederholt werden. Im Abschnitt „Fehlerbehebung“ finden Sie Ursachen für ungültige Datenpunkte und wie Sie dies vermeiden können.

Sie können die Bearbeitung abbrechen, ohne Änderungen zu speichern, indem Sie während der Bearbeitung auf „Abbrechen“ klicken.

emWave Pro Plus Software Tour - Abbildung 27

emWave Pro Plus Software Tour - Abbildung 28

Klicken Sie schließlich auf „Verwerfen“ im Pop-up Fenster.

emWave Pro Plus Software Tour - Abbildung 29

Klicken Sie auf “Bericht”, um sich den Bericht anzusehen. Der Bericht kann per Klick auf “Als PDF speichern” auch als PDF-Datei gespeichert werden.

emWave Pro Plus Software Tour - Abbildung 30

Klicken Sie die Schaltfläche „Schließen“ um die Anzeige des Berichts zu beenden.

Durch klicken auf “Fertig” kehren Sie zurück zum Auswahlmenü für die Messungen.

emWave Pro Plus Software Tour - Abbildung 31

Ist Ihre Arbeit mit dem Klienten/Patienten beendet, wählen Sie “Fertig” in der Liste der Nutzer. Das Programm wechselt dann zum Bereich HRV- Sitzung.

emWave Pro Plus Software Tour - Abbildung 32

emWave Pro Plus Software Tour - Abbildung 33

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Fehlerbehebung / Tipps für gute Daten

Wenn Sie Schwierigkeiten haben, einen guten Puls (siehe Beispiele unten) oder gute HRV-Daten eines Klienten/Patienten zu erhalten, können die folgenden Tipps zur Fehlerbehebung helfen.

Beispiel einer guten Pulswelle:

emWave Pro Plus Software Tour - Abbildung 34

Beispiel einer schwachen Pulswelle:

emWave Pro Plus Software Tour - Abbildung 35

Versuchen Sie, den Sensor am Ohrläppchen besser zu positionieren, oder wechseln Sie das Ohrläppchen. Der Klient/Patient sollte sein Ohrläppchen etwas reiben, um die Durchblutung zu verbessern.

Oder probieren Sie einen Fingersensor, falls Sie diesen zur Hand haben.

emWave Pro Plus Software Tour - Abbildung 36

Das nächste Beispiel zeigt ein gutes Pulssignal. Es sind jedoch Bewegungsstörsignale vorhanden. In den Aufzeichnungen der Pulswellen sehen Sie, dass es einige gute Pulswellen gibt, aber ihnen folgt eine Zahl unregelmäßiger Wellen. Das deutet darauf hin, dass sich der Klient zu sehr bewegt.

emWave Pro Plus Software Tour - Abbildung 37

Diese Wellenform ist typisch für Bewegungsstörsignale. Das Problem kann gelöst werden, indem Sie den Klient/Patient bitten, Kopf oder Hand stillzuhalten, je nachdem, welcher Sensor verwendet wird.

emWave Pro Plus Software Tour - Abbildung 38

Dies ist ein weiteres Beispiel für ein schlechtes Signal. Die Pulswelle ist unregelmäßig. Außerdem weist sie kleine Dellen auf. Nicht nur sind einige der Ausschläge zu dicht beieinander, um Pulsschläge zu sein, der Platz zwischen ihnen ist an anderen Stellen der Aufzeichnung zu groß. Der Sensor nimmt den Puls dieser Person nicht richtig auf.

Das nächste Beispiel zeigt drei normale Schläge, gefolgt von einer langen Pause. Dies liegt voraussichtlich an einer ventrikulären Extrasystole (PVC), was eine Art Arrhythmie ist. Viele Menschen haben täglich einige dieser PVCs.

Bitte beachten Sie: Arrhythmien können nur mit einer EKG-Aufzeichnung eindeutig identifiziert und diagnostiziert werden. Die emWave Pro Plus- Software zeichnet keine EKG-Signale auf und ist deshalb auch nicht dazu geeignet, Arrhythmien oder andere Funktionsstörungen zu diagnostizieren.

Nicht für alle Arten von möglichen Pulsaufzeichnungen können hier Beispiele gezeigt werden.

Beachten Sie aber die folgende wichtige Information zum Vorhofflimmern, einer verbreiteten Art der Herzarrhythmie: Vorhofflimmern kann regelmäßig fehlende oder zusätzliche Takte nach jedem vierten oder fünften Takt verursachen. Oder es gibt einen ausgesetzten Takt in sich wiederholenden Mustern. Bei manchen Fällen von Vorhofflimmern sind unregelmäßige Takte durchsetzt von kleinen Pausen. Manchmal sind die Pausen ein wenig länger. HRV-Messungen können nicht durchgeführt werden, wenn Klienten/Patienten an Vorhofflimmern oder einer anderen Arrhythmie leiden, die während der Aufzeichnung abnormale Sinusrhythmen verursachen.

Fragen Sie den Klienten, ob er in den letzten paar Stunden eine große Menge an koffeinhaltigen Getränken zu sich genommen hat, da dies temporäre Herzrhythmusstörungen herbeiführen kann. Andere Substanzen wie Nikotin, Alkohol, Kokain, inhalierte Aerosole, Diättabletten und Husten- oder Erkältungsmedikamente können ebenfalls Störungen hervorrufen. Außerdem können emotionale Zustände wie Schock, Angst und Stress unregelmäßige Herzrhythmen verursachen.

Wenn Klienten regelmäßige Aussetzer, zusätzliche Herzschläge oder andere Arten unregelmäßiger Rhythmen haben, wäre es vernünftig ihnen nahe- zulegen, ihren Arzt für Tests aufzusuchen, es sei denn, sie und ihr Arzt sind bereits mit dieser Situation vertraut. Natürlich ist es besser, im Zweifelsfall lieber zu vorsichtig zu sein. Um allerdings nicht grundlos Alarm zu schlagen, versichern Sie Ihrem Klienten/ Patienten, dass zuvor unbemerkte Arrhythmien meist nicht von klinischer Bedeutung sind.

Herzschrittmacher

Manche Klienten/Patienten, insbesondere ältere Menschen mit Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, die hier nicht aufgeführt sind, können Herzschrittmacher haben. Herzschrittmacher sind elektronische Geräte, die so eingestellt sind, dass die Herzfrequenz nicht unter ein bestimmtes Niveau absinkt. Die üblichste Einstellung für die nicht zu unterschreitende Frequenz ist 60 Herzschläge pro Minute.

Hat Ihr Klient/Patient einen Herzschrittmacher und befindet sich für erhebliche Zeit in diesem niedrigen Frequenzbereich, wird es keine Variabilität in der Herzfrequenz geben, sodass der Strich oben flach verlaufen wird, obwohl die Pulswelle im unteren Bereich normal ist.

Das liegt daran, dass der Herzschrittmacher die Herzschläge in gleichen Abständen auslöst. Die HRV-Messung ist nur bei natürlich ausgelösten Abständen zwischen zwei Herzschlägen anwendbar. Aufzeichnungen von kontrollierten Intervallen sollten nicht ausgewertet werden.

Tipps zum richtigen Anlegen des Ohrsensors

Stellen Sie sicher, dass das Ohrsensorkabel fest mit dem emWave USB- Modul verbunden ist. Der Stecker am Ohr- oder Fingersensorkabel muss komplett in der Buchse des USB Moduls verschwinden.

Der Ohrsensor sollte direkt am Ohrläppchen angebracht werden. Der Sensor misst den Puls besser, wenn das Ohr warm (gut durchblutet) ist. Wenn sich das Ohrläppchen kühl anfühlt, lassen Sie es den Klienten/Patienten leicht zwischen Daumen und Zeigefinger reiben, um die Durchblutung anzuregen.

Weitere Tipps:

• Alle Ohrringe entfernen.

• Bewegungen und Gespräche auf ein Minimum beschränken.

Verwenden Sie die Reversklammer immer so, dass das gesamte Gewicht des Kabels nicht vom Ohr des Klienten herabhängt. Bringen Sie die Revers- klammer an der Kleidung an und lassen Sie dabei genug Raum, damit der Kopf bewegt werden kann, ohne am Kabel zu ziehen.

Möglicherweise müssen Sie den Sensor an einem anderen Bereich des Ohrläppchens oder am anderen Ohrläppchen anbringen, um gute Mess- werte zu erhalten.

Eine weitere Möglichkeit ist es, den Fingersensor bei Klienten/Patienten zu verwenden, deren Ohrläppchen zu klein sind.

Technische Tipps:

Stellen Sie sicher, dass der Sensor sauber ist. Bereits eine Anhäufung von Hautfett an einem Sensorfenster kann Probleme verursachen. Verwenden Sie nur wenige Tropfen Alkohol auf einem weichen Tuch, um die Innenbereiche des Sensors abzuwischen. Es ist wichtig, dass das Wischtuch nicht vor Nässe trieft, da Flüssigkeit, die in den Sensor gelangt, diesen beschädigen kann. Reinigen Sie den Sensor nach jedem Klienten/Patienten.

Das USB-Modul funktioniert am besten, wenn es direkt in den Computer gesteckt wird und nicht in einen USB-Verteiler.

Sicherheitshinweise:

Verwenden Sie den emWave Pro® und die Software inklusive Übungen als Werkzeug für persönliche Ausgeglichenheit, optimale Leistung und geistiges Wachstum. Obwohl dieses Instrument und die Übungen als sehr sicher befunden werden und sich möglicherweise sehr vorteilhaft auswirken können, wird kein medizinischer Nutzen oder Genesung impliziert oder garantiert. Diese Programme und Übungen dürfen nicht als oder anstelle von medizinischer oder psychologischer Behandlung angewendet werden.

Bitte beachten Sie, dass der emWave Pro für Trainings- und Unterhaltungszwecke entwickelt wurde. Keine durch Gebrauchsanweisung oder Software gewonnenen Informationen oder Daten dürfen als medizinische oder psycho- logische Diagnostik genutzt werden.

Die Herzratenvariabilitäts-Muster verschiedener Personen unterscheiden sich stark voneinander. Es gibt kein „richtiges“ oder „falsches“ Muster. Die Kohärenz- werte in den Programmen und Spielen helfen vor allem dabei, während des Übens Ihren eigenen Fortschritt zu erkennen in der Fähigkeit, einen physiologisch kohärenten Zustand aufrecht zu erhalten. Sie sollten nicht mit den Werten anderer Personen verglichen werden.

Personen mit Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern oder –flattern oder gehäuften verfrühten Vorhofkontraktionen (PAC’s) oder Kammerextrasystolen (PVC’s) und Kinder, die nicht stillsitzen können, haben möglicherweise Schwierigkeiten dabei, den emWave Pro erfolgreich anzuwenden.

Haftungsausschluss:

emWave® Pro Plus, die darin enthalten Messverfahren und die HeartMath® Übungen dienen der Stressreduktion, fördern das persönliche innere Gleichgewicht, eine optimale Selbstregulation und höchste Leistungsfähigkeit. Auch wenn davon auszugehen ist, dass diese Software und die Übungen sehr sicher sind und potenziell einen großen Nutzenwert haben, werden damit keine medizinischen Leistungen oder Heilungen erbracht, weder explizit noch implizit. Die Programme und Übungen dienen in keiner Weise als Ersatz für ärztliche oder psychotherapeutische Behandlungen. Die mit dem emWave Pro Plus ermittelten Daten und Informationen können nicht als medizinische Diagnose interpretiert werden.

HeartMath ist ein eingetragenes Markenzeichen des HeartMath Instituts. emWave ist ein eingetragenes Markenzeichen der Quantum Intech, Inc. HeartCloud ist ein Markenzeichen der Quantum Intech, Inc.

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Weiterführende Links (Englisch):

emWave Pro Plus Video: click here for video

HeartMath Institute HRV Video: https://www.heartmath.org/hrv

HeartMath: https://www.heartmath.com/